Eselsbrücke für die korrekte Betonung

Das Wie und Warum... Für Fragen und den Meinungsaustausch über die Rechtschreibung und Leseregeln

Moderator: Rolf K.

Eselsbrücke für die korrekte Betonung

Beitragvon klerix » 26.08.2005, 21:22

Da man für die korrekte Betonung viele Regeln gleichzeitig und auch noch automatisch ohne grosses Nachdenken (als Farang) beherrschen sollte, habe ich versucht, diese Regeln in einer kleinen Tabelle zusammenzufassen.
Sie ist viellecht nicht 100 % korrekt, aber meistens.....
Verbesserungsvorschläge sind willkommen.

http://www.clickthai.de/Forum/upload/Thaibetonung.xls
Quien tiene boca se equivoca
klerix
 
Beiträge: 9
Registriert: 29.06.2005, 21:53

Beitragvon renez » 30.08.2005, 14:51

Hallo Klerix,

es sieht alles richtig aus, nur die Zeile die Du als 'Ausnahme'
bezeichnest verstehe ich vielleicht nicht ganz richtig.

Das Einfachste ist um die Silben die keinen Tonzeichen haben
in drei Gruppen zu verteilen:

(1) Offen (endet auf langer Vokal oder -n, -m, -ng Laut)
(2) Lang, geschlossen (langer Vokal und endet auf anderer Konsonant)
(3) Kurz, geschlossen (Rest)

Deine Zeile 'Lang' entspricht (1)
Deine Zeile 'Kurz' entspricht (3)
Die Gruppe (2) ist für die tiefen Konsonanten deine 'Ausnahme',
und für die andere Konsonanten wie deine Zeile 'Kurz'.

Wichtig ist aber dass die Betonung nicht von der Schreibweise eines
Wortes abhängt sondern von der Aussprache.
Alles was Du schreibst ist eigentlich korrekt aber man könnte noch
Einiges hinzufügen.
Zum Beispiel dass Buchstaben am Wortende die einen Mai Thantakhaat
haben gar kein Einfluss haben. Es ist als ob sie gar nicht da
waren. Es gibt auch manche Wörter die mit einem kurzen 'i'
oder 'u' enden die nicht ausgesprochen werden. Die Betonung ist
dann als ob die garn nicht da waren.

Ferner gibt es noch Fälle wie das Wort für Werbung:
โฆษณา wobei das sowohl
der Endkonsonant der ersten Silbe als der Anfangskonsonant der
zweiten Silbe ist. (Genauso wie bei ผลไม้ phon-la-mai)
Die erste Silbe ist damit lang und geschlossen,
und soll mit fallendem Ton ausgesprochen werden: khoot-sa-naa.
(Mann hört aber auch oft khoo-sa-naa ohne fallendem Ton).

Das ändert an den Regeln nichts, aber bestätigt dass die Betonung
durch die Aussprache entschieden wird, nicht die Schreibweise.

Gruss und gutes Lernen, René
ขอให้ทุกคนมีความสุข
renez
 
Beiträge: 21
Registriert: 11.07.2005, 15:17
Wohnort: Seeheim-Jugenheim

Re: Eselsbrücke für die korrekte Betonung

Beitragvon polerio » 02.08.2007, 20:41

klerix hat geschrieben:Da man für die korrekte Betonung viele Regeln gleichzeitig und auch noch automatisch ohne grosses Nachdenken (als Farang) beherrschen sollte, habe ich versucht, diese Regeln in einer kleinen Tabelle zusammenzufassen.
Sie ist viellecht nicht 100 % korrekt, aber meistens.....
Verbesserungsvorschläge sind willkommen.

http://www.clickthai.de/Forum/upload/Thaibetonung.xls


Hallo Klerix,

ich habe mir mal Deine Eselsbrücke angesehen --- hmmm - muss an meinem fortgeschrittenen Alter liegen - die verwirrt mich eher als dass sie mir alten Esel über eine Brücke hilft.

Eselsbrücke war für mich bisher immer so etwas wie "Konvex ist der Bauch vom Rex." (Rex = Umgspr. bayerischer Schüler für den Schulrektor).

Kleiner Tip: Denk mal folgenden Gedanken:

In Thai gibt es vier Tonzeichen. Sollte zur Unterscheidung von 5 Tonhöhen mehr als ausreichen. Das dumme daran ist nur: 1. Genau so funktioniert es nicht und 2. Die gesamte Breite der 4 Tonzeichen kommt nur bei mittleren AK vor.

Silben mit mittlerem AK können insgesamt 5 Tonhöhenverläufe ---> e, t, h, s, f einnehmen
Silben mit hohem AK können insgesamt 3 Tonhöhenverläufe einnehmen ---> t, s, f
Silben mit tiefem AK können insgesamt 3 Tonhöhenverläufe einnehmen ---> e, h, f

Warum? Weiß ich auch nicht. Für so etwas würde ich eine Eselsbrücke (aber bitte nicht noch eine Tabelle, Tabellen habe ich viele, leider immer gerade die falsche zur Hand) benötigen.

Denk doch mal über so ein Problem nach. Wenn am Ende so etwas wie

"Ho hip und kham pen kriegt nen Knick."

herauskäme - ich wäre einer Deiner ersten Bewunderer.
There are three kinds of people: Those who can count, and those who cannot.

http://aksarathai.wordpress.com/
Benutzeravatar
polerio
Diamond-Member
 
Beiträge: 667
Registriert: 10.12.2006, 14:45
Wohnort: Bundesdorf Bonn-zai

Beitragvon polerio » 03.08.2007, 11:57

renez hat geschrieben:Hallo Klerix,

...

Das ändert an den Regeln nichts, aber bestätigt dass die Betonung
durch die Aussprache entschieden wird, nicht die Schreibweise.

Gruss und gutes Lernen, René


Ooops ... ist das nicht ein Hendiadyoin ... ein weißer Schimmel, nackt und bloss ...

Dass etwas (in einer Tonhöhe) so ausgesprochen wird, wie es ausgesprochen wird, erscheint mir leicht nachvollziehbar.
There are three kinds of people: Those who can count, and those who cannot.

http://aksarathai.wordpress.com/
Benutzeravatar
polerio
Diamond-Member
 
Beiträge: 667
Registriert: 10.12.2006, 14:45
Wohnort: Bundesdorf Bonn-zai


Zurück zu ไวยากรณ์ - Die Grammatik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast